Bank fragt nach Überweisung auf Konto? Geldeingang und Herkunft klären!

Falls Sie von Ihrer Bank kontaktiert wurden, weil eine Überweisung erklärungsbedürftig sei, sollten Sie vorsichtig sein. Die Bank fragt nach einem Geldeingang oder Geldausgang, wenn etwas Auffälliges daran zu finden ist. Insofern könnten Sie nun unter einem Verdacht stehen, unsaubere Gelder zu bewegen.

Vermeiden Sie unbedingt, dass gegen Sie eine Verdachtsmeldung wegen Geldwäsche ergeht. Ansonsten ermittelt die zuständige Behörde, ohne dass Sie zeitnah davon erfahren würden. Wenn die Bank nach einer Überweisung oder einem Geldeingang fragt, sollte rechtssicher vorgegangen werden.

Es empfiehlt sich, einen spezialisierten Rechtsanwalt einzuschalten, der sich schwerpunktmäßig mit Rechtsfragen zur Mittelherkunft beschäftigt. Ihr Anwalt kann die Korrespondenz mit Ihrer Bank rechtssicher für Sie führen, um Missverständnisse zu vermeiden. Im schlimmsten Fall drohen eine Kontosperre und letztlich eine Kontokündigung, sowie weitere Konsequenzen.

Warum fragt meine Bank nach einer bestimmten Überweisung oder einem Geldeingang?

Grundsätzlich buchen Banken tagtäglich Millionen einzelner Transaktionen und können aus Kapazitätsgründen nicht jede Überweisung händisch überprüfen. Seitens der Banken werden unter anderem automatisierte Softwarelösungen eingesetzt, um auffällige Überweisungen identifizieren zu können.

Sollte Ihre Bank also fragen, was es mit einer Überweisung auf sich hat, ist diese Überweisung vermutlich softwarebedingt aufgefallen. Ihr Bankberater oder die interne Geldwäscheabteilung Ihrer Bank hat sich die Transaktion oder den Geldeingang angeschaut und mit Ihren sonstigen Vermögensbewegungen verglichen. Ist hier etwas „seltsam“, wird seitens der Bank entsprechend bei der Kundschaft nachgefragt.

Bank fragt nach Überweisung und Geldeingang auf Konto
Geldeingang und Überweisung wird von Banken immer häufiger hinterfragt!

Die Frage zu einer Überweisung ist an sich noch kein Weltuntergang. Es geht aber darum, die Situation nun bestmöglich aufzuklären, um keine Kündigung oder Sperre des eigenen Girokontos zu riskieren. Sonst könnten Sie Ihr Guthaben für unbestimmte Zeit nicht mehr frei verwenden und müssen mit weiteren Folgen rechnen.

Bei Überweisungen, die auf Ihrem Konto eingehen, ist die zahlende Person nebst eigener IBAN und dem Verwendungszweck genannt. Insofern kann Ihre Bank hier bereits einige Daten zur Identifikation des Geldeingangs herauslesen. Dies ist bei Bareinzahlungen und der Mittelherkunft gänzlich anders (vgl. auch Veröffentlichung der BaFin). Eine Überweisung ist aufgrund der gespeicherten Transaktionsdaten für Banken daher transparenter als Bargeld. Dennoch erklären diese offensichtlichen Daten einer Überweisung die jeweiligen Hintergründe der Vermögensbewegung nicht ausreichend. Daher kann es sein, dass Ihre Bank bei Ihnen diesbezüglich nachfragt.

Sollten Sie selbst eine auffällige Überweisung veranlasst haben, gilt das Gleiche: für Ihre Bank ist aus dem überschaubar kurzem Verwendungszweck womöglich nicht erkennbar, worum es bei dieser Transaktion konkret geht.

Herkunft der Gelder klären – sogenannter Mittelherkunftsnachweis!

Deutsche Banken sind aus gesetzlichen Gründen verpflichtet, bestimmte Geldeingänge zu überprüfen. Hinsichtlich Bareinzahlungen ab 10.000 Euro wird sogar bei Bestandskunden die Mittelherkunft abgefragt. Es geht hierbei darum, die Herkunft der Gelder gegenüber der Bank offenzulegen. Mit Privatsphäre hat dies nicht viel zu tun, das ist insbesondere den Betroffenen einer solchen Abfrage schnell klar.

Wer die Mittelherkunft bei Bargeldeinzahlungen nicht ordnungsgemäß nachweist, muss auf Dauer damit rechnen, dass eine Kontokündigung erfolgt. Es könnte ferner eine Verdachtsmeldung wegen Geldwäsche gestellt werden. Auch das Finanzamt wird in solchen Fällen unklarer Geldeingänge mitunter informiert.

Der Mittelherkunftsnachweis gilt jedoch nicht ausschließlich für Bargeldbewegungen, sondern auch hinsichtlich höherer Überweisungen. Dass die Bank Sie also bei einer Überweisung fragt, woher das Geld stammt, oder wie es um die Herkunft der Gelder generell bestellt ist, verwundert nicht. Auch bei Überweisungen gilt: wer den Herkunftsnachweis nicht ordnungsgemäß erbringt, wird die Konsequenzen eines unklaren Geldeingangs schnell zu spüren bekommen.

Bei Überweisungen fragt die Bank insbesondere nach, wenn plötzlich ein hoher Geldeingang verbucht wird, der nicht zur sonstigen Vermögenssituation der Kundschaft passen mag. Häufig sind hier Schenkungen problematisch, oder Guthaben, die aus dem Ausland verschickt worden sind.

Wie Sie damit umgehen sollten, wenn die Bank nach einer Überweisung fragt!

Für Sie als betroffene Person einer solchen speziellen Nachfrage seitens der Bank gilt, Ihre eigene Vermögenssituation erst einmal zu ordnen. Haben Sie einen Überblick über Ihre Finanzbewegungen der letzten Jahre? Können Sie bestimmte Überweisungen, auch aus der Vergangenheit, mit entsprechenden Dokumenten und Hintergrundinformationen glaubhaft belegen? Sind Ihre Geldeingänge insgesamt nachvollziehbar?

All dies gehört zu einem umfassenden Mittelherkunftsnachweis, der die Herkunft der Gelder und Ihrer Vermögenswerte einwandfrei darlegen kann. Ihre Bank wird sich mit bloßen Aussagen zu einem Geldeingang vermutlich nicht zufrieden geben. Aus gesetzlichen Gründen benötigt die Bank eine entsprechende Dokumentation von Ihnen, die den Herkunftsnachweis in konkreter Form darstellt.

Es gibt verschiedene Beweismittel für den Mittelherkunftsnachweis, die allerdings rechtssicher aufbereitet werden sollten. Andernfalls reichen Sie zahllose Unterlagen ein, die letztlich nur noch mehr Nachfragen seitens der Bank generieren. Teilweise wird durch das Einreichen unzureichender Dokumente erst Recht die Vergangenheit der betroffenen Person „durchleuchtet“, sodass immer mehr Überweisungen und Geldeingänge konkret abgefragt werden.

Falls Sie keinen Mittelherkunftsnachweis aufbringen können, sollten Sie einen spezialisierten Rechtsanwalt einschalten. Meist gibt es mehr brauchbare Nachweise, als die Betroffenen selbst glauben oder eigenständig einholen könnten. Auch die Aufbereitung vorhandener Herkunftsnachweise kann von einem Anwalt unterstützt werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Fragen und Antworten zu Überweisung und Geldeingang

Dies lässt sich nicht pauschal beantworten. Derzeit sind es jedoch insbesondere Transaktionen im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Edelmetallen, die zu Nachfragen führen. Ebenso fragen Banken bei besonders hohen Transaktionen nach.

Das wird mit dem Risikoprofil zusammenhängen, welches Ihre Bank Ihnen zugewiesen hat. Insbesondere wenn noch keine lange Kundenbeziehung zur Bank besteht, kann es zu gehäuften Nachfragen kommen, auch ohne Bewegung umfangreicher Geldbeträge.

Es steht Ihnen frei, der Bank keine Auskunft über die hinterfragten Geldeingänge oder Überweisungen zu erteilen. Die Konsequenzen werden wahrscheinlich sein, dass die Bank die Geschäftsbeziehung mit Ihnen kündigt und/oder Ihr Konto sperrt. Zudem laufen Sie Gefahr, dass eine Meldung wegen Geldwäscheverdachts gegen Sie abgesetzt wird.