Revolut prüft Herkunft der Gelder: Probleme mit“source of funds“?

Die Neobank Revolut erfreut sich bei Kundinnen und Kunden aufgrund der unkomplizierten Handhabe großer Beliebtheit. Dennoch kann es zu Problemen oder Überraschungen kommen. Dies beispielsweise, wenn die Herkunft der Gelder bezüglich einer Einkommensverifizierung durch die Revolut geprüft werden (auf Englisch: source of funds).

Bei dieser Prüfung der Herkunft von Geldern bei Revolut, der verifizierten Einkommensquelle und anderen Rückfragen zu den Vermögenswerten sollten Bankkunden grundsätzlich vorsichtig sein. Denn wer hier keine handfesten Herkunftsnachweise einreicht, muss mit einem gesperrten Konto rechnen.

Folgende Begrifflichkeiten werden von Banken wie Revolut in Deutschland und international verwendet, meinen jedoch allesamt das Gleiche:

  • Herkunftsnachweis für Geld und Überweisungen
  • Source of funds
  • Mittelherkunft 
  • Origin of funds
  • Herkunft der Gelder
  • Einkommensverifizierung
  • Wealth declaration oder wealth check
  • Einkommensquelle verifizieren
  • Vermögensnachweis


All diese Bezeichnungen beschreiben eine gesonderte Überprüfung der eingesetzten Finanzmittel. Dies kann sich auf eingezahltes Bargeld beziehen, aber auch auf Überweisungen und größere Vermögensbewegungen per ungeklärtem Geldeingang. Im Kern geht es darum, dass die Bank einen Geldwäscheverdacht gegen die Kundschaft ausräumen kann – oder im Falle eines fehlgeschlagenen Nachweises zur Herkunft der Gelder eine Verdachtsmeldung abgibt.

Herkunft der Gelder bei Revolut nachweisen: wie reagieren?

Sollte sich Revolut bei Ihnen melden, weil einige Finanztransaktionen auffällig und ungeklärt waren, ist dies zunächst ein Alarmzeichen. Denn üblicherweise buchen Banken die Geldtransfers der Kundschaft problemlos. Es muss also ein grundsätzlicher Verdacht vorliegen, sonst würde Revolut nicht nach der Mittelherkunft fragen.

Im weiteren wird es darum gehen, gegenüber Revolut die Einkommensquelle verifizieren zu müssen, sowie die in Frage stehende Banküberweisung mit einem Herkunftsnachweis zu belegen. Im englischsprachigen Raum wird hierbei konkret nach source of funds oder proof of origin of funds (auch genannt: wealth check) gefragt, was jedoch das Gleiche meint.

Es kann sein, dass Revolut mit Ihnen bezüglich der Herkunft der Gelder in englischer Sprache kommuniziert. Dies ist darin begründet, dass die Einkommensverifizierung und die grundsätzliche Klärung der Mittelherkunft bei Revolut von einer Sonderabteilung vorgenommen wird. Vermutlich setzt Revolut wie jede andere Bank bei solchen Fällen die eigenen Geldwäschespezialisten im Unternehmen ein, die verdächtige Bargeldeinzahlungen oder sonst wie auffällige Vermögensbewegungen kontrollieren.

Betroffene müssen nun mit Dokumenten und persönlichen Angaben die Mittelherkunft beweisen, dass ihre Bargeldeinzahlungen oder Überweisungen, sowie etwaige Geldeingänge einen legitimen Ursprung haben. Rechtswidrig erlangtes Geld wird auf diesem Wege durch die Banken „aus dem Verkehr gezogen“, mit teilweise erheblichen Konsequenzen für die betroffene Person.

„Source of funds“ muss bei Revolut rechtssicher erbracht werden!

Kundinnen und Kunden von Revolut müssen bei einer solchen Einkommensverifizierung zunächst ihre Gehaltseingänge entsprechend belegen können. Hierfür sind beispielsweise Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide oder Einkommen aus selbstständiger oder freiberuflicher Tätigkeit denkbar.

Diese Herkunftsnachweise sollten in einer leicht verständlichen Form bei Revolut eingereicht werden. Falls zweifelhafte Dokumente hochgeladen oder übersandt werden, kann Revolut die Einkommensquelle nicht guten Gewissens verifizieren.

Revolut Bank fragt nach Herkunft der Gelder!
Frage nach Einkommensquellen: Die Revolut Bank fragt nach der Herkunft der Gelder!

Bei auffälligen Geldeingängen, Überweisungen oder Bargeldeinzahlungen nützt eine Einkommensverifizierung nicht viel. Denn nicht immer resultieren diese Finanztransaktionen aus einer Einkommensquelle. Wer beispielsweise eine Schenkung erhalten hat, die in einer höheren Überweisung gemündet ist, kann diesbezüglich keine Gehaltsabrechnung als Schenkungsnachweis einreichen.

Schwierig wird es, wenn der Revolut-Support auf englischer Sprache nach den Unterlagen zu der source of funds fragt. Es sind dann entweder englischsprachige Schriftstücke einzureichen, oder die deutschen Dokumente entsprechend für Revolut zu übersetzen. Möglicherweise ist Revolut in eher unbedeutenden Fällen auch mit den Originaldaten in deutscher Sprache zufrieden zu stellen.

Einkommensverifizierung bei Revolut gescheitert? Kontosperre?

Wenn Revolut die Einkommensquelle verifizieren möchte und Sie bereits einige diesbezügliche Dokumente eingereicht haben, kann die Einkommensverifizierung dennoch fehlschlagen. Dann wird Revolut vermutlich Ihr Konto kündigen müssen.

Bei Gehaltsnachweisen ist besonders problematisch, dass seitens der Banken aktuelle Gehaltsabrechnungen gefordert werden. Es kann jedoch sein, dass Betroffene derzeit kein Einkommen beziehen, wohl aber in der Vergangenheit gutes Geld verdient hatten.

In solchen Fällen wird der jeweils zuständige Geldwäschebeauftragte von Revolut entscheiden müssen, inwieweit diese Einkommensverifizierung dennoch durchgeführt werden kann.

Beispiel: Person A ist Kundin bei Revolut. Aufgrund geltender Geldwäschegesetzgebung fragt Revolut nach der Herkunft der Gelder. Allerdings hat Person A derzeit kein Einkommen, sodass nicht in aktueller Weise die Einkommensquelle verifiziert werden kann. In der Vergangenheit hatte Person A ein sehr gutes Einkommen bezogen, doch Revolut akzeptiert nur aktuelle Gehaltsabrechnungen für die source of funds.

Gehaltsabrechnung bei Revolut zwecks Mittelherkunft einreichen?

Ferner sind nicht nur Angestelltenverhältnisse gemeint. Bei der Situation, dass die Einkommensquelle verifiziert werden muss, kann gegenüber Revolut selbstverständlich auch das etwaige Einkommen aus freiberuflicher und selbstständiger Arbeitstätigkeit angeführt werden.

Uns liegen aus unserer Beratungspraxis beispielhafte Kontaktversuche von Revolut zur Kundschaft vor, die sich auf die Mittelherkunftsnachweise beziehen. So teilte Revolut beispielsweise in einem Falle mit, es müsse eine Bestätigung des Arbeitgebers vorgelegt werden – aus dieser Bestätigung solle ersichtlich sein, welches Gehalt bezogen wird.

Doch nicht immer sind Arbeitgeber bereit, solche Bescheinigungen auszustellen. Die Einkommensquelle kann auf diesem Wege nur selten verifiziert werden. Auch Arbeitsverträge könnten teilweise als Nachweis für die Herkunft der Gelder eingesetzt werden, wobei hierdurch nicht automatisch eine lückenlose Vermögenskette dargestellt werden kann.

Herkunft der Gelder bei Revolut fehlgeschlagen?

Wenn die Herkunft der Gelder bei Revolut nicht problemlos belegt werden kann, liegt dies entweder daran, dass die Vermögenswerte rechtswidrig erlangt worden sind oder dass die Betroffenen jene gewünschten „source of funds“-Dokumente nicht einsendebereit vorliegen haben.

Die Revolut Bank fragt nach Schenkung als möglicher Herkunft von Geld, auch genannt Source of Funds!
Schenkung als Mittelherkunft? Kunden haben Schwierigkeiten mit der Source of Funds Prüfung der Revolut Bank.

Bei durch Straftaten erlangten Finanzmitteln kann Ihnen durch einen Rechtsanwalt bezüglich der Mittelherkunft nicht weitergeholfen werden. Wohl aber, wenn Sie lediglich nicht die angeforderten Nachweise aufgrund eigener Unstrukturiertheit oder sonstigen Umständen erbringen können.

Dann gilt es, mit einem spezialisierten Anwalt für Herkunftsnachweise die von Revolut angefragten Vermögensdaten zu sortieren, darzustellen und rechtssicher einzureichen. Ihr Rechtsanwalt wird für Sie unter Beachtung der geltenden, deutschen Rechtslage zur Mittelherkunft die notwendigen Schritte einleiten.

Sollten Ihre Probleme mit Revolut durch Sie selbst nicht gelöst werden können, müssen Sie damit rechnen, dass Revolut über Sie eine Geldwäscheverdachtsmeldung absetzt. Dann kann es zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen Sie kommen.

Ferner dürfte Ihr Konto gesperrt, Ihre Vermögenswerte faktisch „eingefroren“ und gegebenenfalls sogar das Finanzamt informiert werden. Erfahrungsgemäß kann dies alles vermieden werden, wenn rechtssicher vorgegangen wird.

Sofort-Tipp: Wütende Mails an den Kundensupport von Revolut nützen bei der Herkunft der Gelder nichts. Die sogenannte source of funds muss zwingend von Banken überprüft werden – dies schreibt das Geldwäschegesetz so vor. Revolut möchte keinesfalls die eigene Kundschaft verlieren, muss sich jedoch an die Rechtslage halten. In diesem Spannungsverhältnis agiert Revolut beim Mittelherkunftsnachweis. Es geht für Sie darum, Revolut durch entsprechende Herkunftsnachweise zu helfen, damit Revolut wiederum Ihnen helfen kann.

Wer hilft mir, wenn ich bei Revolut mit meinen source of funds Dokumenten nicht weiterkomme?

Falls es zu Unstimmigkeiten wegen der Herkunft der Gelder bei Revolut kommt, und Sie Ihre Vermögenswerte rechtmäßig erlangt hatten, gibt es die Möglichkeit einer professionellen Unterstützung. Überlassen Sie in diesen Fällen den weiteren Schriftwechsel mit Revolut einem auf Mittelherkunft fokussierten Rechtsanwalt.

Folgenden für Sie unverbindlichen, kostenfreien Service können Sie bei Schwierigkeiten mit Revolut nutzen:

  • Schildern Sie uns Ihren Fall per Mail oder über das Kontaktformular.
  • Wir schauen uns an, ob Revolut in Ihrem Fall nach der Herkunft der Gelder fragen darf.
  • Bei Problemen bezüglich source of funds und Einkommensverifizierung bieten wir Hilfe.
  • Sie entscheiden, ob wir für Sie tätig werden sollen, um die weitere Korrespondenz mit Revolut – auch in englischer Sprache – übernehmen, um möglichst auf eine problemfreie Zusammenarbeit mit Revolut hinzuwirken.


Sie erhalten von uns eine kostenfreie Ersteinschätzung Ihrer Angelegenheit, sodass Sie die nächsten Schritte mit mehr Sicherheit planen können.

Fragen und Antworten zu Herkunft der Gelder bei Revolut Bank

Wenn Revolut nach der Herkunft der Gelder fragt, möchte Revolut sicherstellen, dass Ihre Vermögensbewegungen aus einer legalen Quelle stammen. Es gilt dann, die entprechenden Herkunftsnachweise für Ihr Geld rechtssicher einzureichen. Gelingt dies nicht, wird Revolut vermutlich Ihr Konto sperren müssen und eine Geldwäscheverdachtsmeldunggegen Sie aufgeben. 

Womöglich müssen Sie zur Einkommensverifizierung und für die Mittelherkunft in englischer Sprache mit Revolut kommunizieren. Auf Englisch heißt Herkunftsnachweis "source of funds" (auch "proof of origin of funds" oder "wealth check" genannt). Gemeint ist hier, die Herkunft der Gelder nachzuweisen.

In den allermeisten Fällen gehen Betroffene zu Unrecht davon aus, dass die Herkunft der Gelder nicht ordnungsgemäß belegt werden kann. Meist sind mehr Nachweise vorhanden, als die Bankkunden selbst glauben. Es lohnt sich, einen spezialisierten Rechtsanwalt zu kontaktieren, falls es zu Problemen kommt.