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und Wirtschaftsrecht
Mittelherkunft und Geldwäscherecht

Mittelherkunftsnachweis VeChain (VET): So klären Sie die Herkunft Ihrer VET und vermeiden Auszahlungsprobleme

Veröffentlicht am 14.10.2026 –

Sie möchten VeChain (VET) in Euro umwandeln, doch Ihre Bank verlangt eine Erklärung zur Vermögensherkunft? Bei VET kann die Schwierigkeit in einer jahrelangen Entwicklung liegen: Alte Token wurden umgestellt, das Netzwerk erzeugte zusätzliche VTHO, und seit Ende 2025 gelten neue Staking-Regeln.

Wer diese Vorgänge verwechselt, riskiert eine widersprüchliche Herkunftserklärung.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Als Experte für Mittelherkunftsnachweise bei Kryptowährungen unterstütze ich Anleger bei der Dokumentation ihrer Geldherkunft. Über mittelherkunftsnachweis.de beschäftige ich mich seit 2021 mit der Aufarbeitung digitaler Vermögenswerte. Dort können Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern.

15.000 VET gekauft, 150.000 VET verkauft: Woher kommt die Differenz?

Ein ausdrücklich fiktiver Fall: Ein Anleger erwirbt 2018 insgesamt 1.500 VEN auf Ethereum. Nach dem Start der VeChainThor-Blockchain werden daraus 150.000 VET.

Jahre später verkauft er seine VeChain-Bestände. Die Bank findet jedoch nur eine alte Kaufabrechnung über 1.500 Token.

Mein Rat: Erklären Sie zunächst die historische Token-Umstellung. Nicht jede Verzehnfachung oder Verhundertfachung der Stückzahl bedeutet, dass neues Vermögen von unbekannten Dritten zugeflossen ist.

VEN zu VET: Warum der Faktor 100 entscheidend ist

Beim Wechsel auf die VeChainThor-Blockchain im Jahr 2018 wurde der frühere Ethereum-Token VEN durch VET ersetzt.

Das Umtauschverhältnis betrug 1 VEN zu 100 VET. Der offizielle Migrationsdienst wurde im Oktober 2023 geschlossen.

Meine Empfehlung: Stellen Sie die ursprüngliche VEN-Kaufabrechnung und die spätere VET-Gutschrift gegenüber.

Prüfen Sie, ob die Migration durch eine Kryptobörse oder über eine eigene Wallet erfolgte. Eine reine VET-Transaktionsliste erklärt den ursprünglichen Kapitaleinsatz möglicherweise nicht.

VET und VTHO: Zwei Token, zwei verschiedene Herkunftsfragen

VeChainThor verwendet ein Zwei-Token-System: VET ist der zentrale Vermögenswert des Netzwerks, während VeThor Token (VTHO) für Transaktionsgebühren eingesetzt wird.

Wer früher VET hielt, konnte dadurch automatisch VTHO erhalten.

Mein Praxistipp: Führen Sie getrennte Aufstellungen für VET und VTHO. Wenn Sie VTHO verkauft und mit dem Erlös zusätzliche VET gekauft haben, dokumentieren Sie beide Handelsgeschäfte.

Als Spezialist für Vermögensherkunft und Source-of-Funds-Nachweise empfehle ich, VTHO-Erträge niemals pauschal als neu erhaltene VET auszuweisen.

Hayabusa: Warum seit Dezember 2025 andere Staking-Regeln gelten

Mit dem Hayabusa-Upgrade vom Dezember 2025 wechselte VeChainThor zu einem Delegated-Proof-of-Stake-Modell.

Die frühere automatische VTHO-Erzeugung durch bloßes Halten von VET wurde beendet. Neue Protokollbelohnungen setzen eine entsprechende Staking-Beteiligung voraus.

Meine Handlungsempfehlung: Trennen Sie historische VTHO-Gutschriften von den Belohnungen nach der Umstellung.

Verwenden Sie keine einheitliche Ertragsberechnung für beide Zeiträume. Das kann Ihre Vermögenshistorie erheblich verfälschen.

StarGate-Staking: Warum Ihre VET durch ein NFT repräsentiert werden

Beim neuen StarGate-Staking werden VET hinterlegt. Die Staking-Position wird durch ein NFT abgebildet, das an einen Validator delegiert werden kann.

Dadurch können Ihre VET gebunden sein, obwohl sie weiterhin wirtschaftlich Ihrer Position zugeordnet sind.

Mein Rat: Dokumentieren Sie die hinterlegte VET-Menge, das Staking-NFT und die Validator-Delegation.

Prüfen Sie bei einem NFT-Verkauf besonders sorgfältig, welche Rechte einschließlich hinterlegter VET und noch nicht beanspruchter Belohnungen übertragen wurden.

Alte X Nodes und Economic Nodes: Was geschah mit den Berechtigungen?

VeChain verfügte bereits vor StarGate über besondere X-Node- und Economic-Node-Programme.

Mit der Weiterentwicklung des Staking-Systems wurden entsprechende Migrationsmöglichkeiten geschaffen.

Meine Empfehlung: Bewahren Sie alte Node-Nachweise und die Dokumentation einer möglichen Umstellung auf StarGate auf.

Ein geänderter Node-Status ist nicht automatisch eine Auszahlung. Entscheidend bleibt, ob tatsächlich Token oder übertragbare Vermögensrechte hinzugekommen sind.

VeChain-Transaktionen mit mehreren Clauses: Was ist tatsächlich passiert?

Eine Besonderheit von VeChainThor sind Transaktionen mit mehreren sogenannten Clauses.

Eine einzelne Transaktion kann dadurch mehrere Vorgänge enthalten.

Mein anwaltlicher Rat: Prüfen Sie bei ungewöhnlichen VET-Abgängen sämtliche Bestandteile der Transaktion. Eine isolierte Betrachtung des Gesamtbetrags kann zu falschen Schlussfolgerungen führen.

Ergänzen Sie den wirtschaftlichen Anlass, insbesondere bei geschäftlichen Zahlungen.

Fee Delegation: Warum jemand anderes die Gebühren bezahlt hat

VeChainThor unterstützt Modelle, bei denen Transaktionsgebühren von einem anderen Beteiligten übernommen werden können.

Deshalb muss eine Wallet nicht immer selbst VTHO für jede ausgeführte Aktion verbrauchen.

Meine Empfehlung: Klären Sie bei auffälligen Transaktionen, wer die Gebühren getragen hat.

Ein fremder Gebührenzahler ist nicht automatisch der wirtschaftliche Eigentümer Ihrer VET.

Native VET oder bridged VET: Welchen Token haben Sie wirklich verkauft?

Native VET existieren auf VeChainThor. Daneben können Drittanbieter übertragene oder abgebildete VET auf anderen Netzwerken anbieten.

Diese Darstellungen sind technisch und hinsichtlich ihrer Risiken nicht gleichzusetzen.

Mein Rat: Kontrollieren Sie vor jeder Herkunftserklärung das verwendete Netzwerk und die tatsächliche Token-Art.

Bei einer Bridge-Übertragung dokumentieren Sie Ausgangs- und Zieltransaktion. Behaupten Sie nicht, eine Drittanbieter-Bridge sei automatisch von VeChain selbst garantiert.

Source of Funds bei VeChain: Was benötigt die Bank?

Die Source of Funds erklärt die Herkunft des konkreten Verkaufserlöses. Die Source of Wealth beschreibt die umfassendere Entstehung Ihres Vermögens.

Banken unterliegen den Sorgfaltspflichten nach § 10 GwG. Bei erhöhtem Risiko können zusätzliche Prüfungen nach § 15 GwG erforderlich sein.

Als Experte für Geldherkunft und Krypto-Vermögenshistorien empfehle ich, ursprüngliche Käufe, historische Migrationen und tatsächliche Erträge verständlich zu unterscheiden.

Bei privaten VET-Veräußerungen kann § 23 EStG relevant sein. Die steuerliche Behandlung von VTHO-Rewards und Staking-Vorgängen ist gesondert zu prüfen.

Mittelherkunftsnachweis VeChain (VET): Diese Schritte empfehle ich jetzt

Suchen Sie zunächst Ihre ältesten VEN- oder VET-Kaufbelege. Ergänzen Sie gegebenenfalls die Migration von 2018 und ordnen Sie spätere VET-Zugänge zu.

Prüfen Sie anschließend VTHO-Tausche, Node-Programme, StarGate-Positionen und größere Wallet-Übertragungen. Erstellen Sie daraus eine nachvollziehbare Herkunftserklärung mit den entscheidenden Nachweisen.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht und beschäftige mich als Spezialist für Mittelherkunft und Vermögensherkunft mit der rechtlichen Dokumentation von Kryptowährungen.

Ihre Bank verlangt einen Mittelherkunftsnachweis für VeChain (VET) oder hält Ihren Verkaufserlös zurück? Über mittelherkunftsnachweis.de können Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung anfordern. Ich unterstütze Sie dabei, Nachweislücken zu erkennen und Ihre VET-Vermögenshistorie rechtlich nachvollziehbar aufzubereiten.