Mittelherkunftsnachweis Barclays: Was tun, wenn Barclays die Herkunft des Geldes wissen möchte?
Eine Kundin erhält innerhalb weniger Wochen mehrere größere Zahlungen. Zunächst werden 58.000 Euro aus einer früheren Unternehmensbeteiligung ausgezahlt. Danach kommen 42.000 Euro aus der Rückzahlung einer privaten Forderung hinzu. Schließlich überträgt sie weitere 75.000 Euro von einem eigenen Anlagekonto. Insgesamt befinden sich plötzlich 175.000 Euro zusätzlich auf ihrem Konto.
Nun möchte Barclays wissen, wie diese Gelder entstanden sind. Es geht um einen Mittelherkunftsnachweis.
Die Kundin denkt zunächst: „Alle drei Zahlungen sind doch auf meinen Kontoauszügen sichtbar.“ Genau darin liegt allerdings ein häufiger Irrtum. Ein Kontoauszug dokumentiert vor allem, dass Geld geflossen ist. Der wirtschaftliche Grund, weshalb der Empfänger dieses Geld erhalten hat, kann eine ganz andere Frage sein.
Wer einen Mittelherkunftsnachweis gegenüber Barclays erbringen soll, sollte deshalb nicht mit einem riesigen Dokumentenpaket beginnen. Zuerst muss die Geschichte hinter dem Geld verstanden werden.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht und beschäftige mich als Spezialist und Experte mit Mittelherkunftsnachweisen, Herkunftsnachweisen und Vermögensherkunft. Auf mittelherkunftsnachweis.de befasse ich mich seit 2021 vertieft mit der Dokumentation von Geld- und Vermögensherkunft.
Wenn Barclays einen Herkunftsnachweis verlangt, können Sie Ihren Fall dort online oder per E-Mail schildern. Sie erhalten eine kostenfreie Ersteinschätzung durch Rechtsanwalt Martin Wehrmann.
Welche Belege die 1822direkt verlangt, behandeln wir in unserem ausführlichen Ratgeber.
Ähnliche Anforderungen stellt auch die C24 Bank – erfahren Sie dort, wie Sie vorgehen.
Mittelherkunftsnachweis Barclays: Beginnen Sie mit dem wirtschaftlichen Ereignis
Eine einfache Methode hilft bei nahezu jeder Herkunftsanfrage.
Fragen Sie zunächst:
Warum habe ich dieses Geld erhalten?
Nicht:
Von welchem Konto wurde es überwiesen?
Diese beiden Fragen können zu völlig unterschiedlichen Antworten führen.
Beispiel:
Die technische Antwort lautet:
„75.000 Euro wurden von meinem Konto bei einer anderen Bank überwiesen.“
Die wirtschaftliche Antwort kann lauten:
„Die 75.000 Euro stammen aus einer über zehn Jahre aufgebauten Kapitalanlage, die vor der Überweisung liquidiert wurde.“
Für die Mittelherkunft kann gerade diese zweite Information entscheidend sein.
Unser Fall: 175.000 Euro brauchen drei Erklärungen
Die Kundin aus der Einleitung sollte nicht versuchen, für den gesamten Betrag einen einzigen Ursprung zu finden.
Es gibt tatsächlich drei Vermögensquellen:
58.000 Euro aus einer Beteiligung
42.000 Euro aus einer zurückgezahlten Forderung
75.000 Euro aus einer Kapitalanlage
Ein strukturierter Herkunftsnachweis behandelt zunächst jede dieser Quellen einzeln.
Erst anschließend werden die drei Herkunftsstränge zum heutigen Gesamtbetrag zusammengeführt.
Mittelherkunft aus einer Unternehmensbeteiligung
Eine Beteiligung kann sich über viele Jahre entwickeln.
Jemand investiert beispielsweise zunächst 20.000 Euro in ein junges Unternehmen. Jahre später wird die Beteiligung für 58.000 Euro veräußert oder abgelöst.
Der heutige Betrag von 58.000 Euro bedeutet dann nicht, dass irgendwann genau 58.000 Euro investiert wurden.
Die Vermögenskette kann vielmehr lauten:
ursprüngliche Beteiligung → Entwicklung des Unternehmenswertes → Veräußerung oder Ablösung → Auszahlung von 58.000 Euro.
Minderheitsbeteiligungen können später erhebliche Werte haben
Gerade bei kleineren Unternehmensbeteiligungen wird dies häufig unterschätzt.
Ein Anteil, der ursprünglich nur einen vergleichsweise kleinen Wert hatte, kann sich über mehrere Jahre deutlich entwickeln.
Bei einem späteren Verkauf können deshalb ursprünglicher Einsatz und heutiger Erlös erheblich voneinander abweichen.
Das ist nicht automatisch erklärungsbedürftig im negativen Sinn. Die Wertentwicklung sollte lediglich in die Vermögensgeschichte eingeordnet werden.
Geld aus der Rückzahlung einer privaten Forderung
Der zweite Teil unseres Beispiels sind 42.000 Euro aus einer Forderung.
Vielleicht hatte die Kundin Jahre zuvor einen Betrag vorgestreckt. Vielleicht bestand eine Kaufpreisforderung oder ein anderer privatrechtlicher Zahlungsanspruch.
Wird diese Forderung später erfüllt, erscheint heute ein größerer Zahlungseingang.
Die bloße Erklärung
„42.000 Euro von Herrn X“
sagt wenig.
Wesentlich aussagekräftiger ist:
„42.000 Euro aufgrund der vollständigen Begleichung einer bereits bestehenden Forderung.“
Forderung und Darlehen sind nicht automatisch dasselbe
Nicht jede Rückzahlung zwischen Privatpersonen beruht auf einem Darlehen.
Eine Forderung kann aus vielen unterschiedlichen Rechtsverhältnissen stammen.
Deshalb sollte nicht aus Bequemlichkeit eine Darlehensgeschichte konstruiert werden, wenn tatsächlich ein anderer Sachverhalt vorliegt.
Ein Anwalt für Mittelherkunftsnachweis sollte zunächst klären, welcher tatsächliche Rechtsgrund hinter dem Geldfluss steht.
Mittelherkunft aus einer Kapitalanlage
Der dritte Vermögensblock unseres Falls umfasst 75.000 Euro.
Vielleicht wurden ursprünglich 48.000 Euro investiert. Die Anlage entwickelte sich über mehrere Jahre und wurde später für 75.000 Euro liquidiert.
Dann sind 75.000 Euro der heutige Auszahlungswert – nicht notwendigerweise der ursprüngliche Kapitaleinsatz.
Ein Herkunftsnachweis sollte diese Entwicklung nachvollziehbar machen, anstatt nach einer historischen Einzahlung über exakt 75.000 Euro zu suchen.
Ein neuer Fall: Auszahlung aus einer Unternehmensanleihe
Auch Unternehmensanleihen können größere Zahlungseingänge erzeugen.
Ein Anleger investiert beispielsweise vor einigen Jahren 100.000 Euro. Nach Fälligkeit wird das Kapital zurückgezahlt.
Hinzu können Zinsen oder andere Erträge kommen.
Der heutige Kontoeingang kann damit aus Kapitalrückzahlung und Anlageertrag zusammengesetzt sein.
Für eine strukturierte Mittelherkunft ist diese Unterscheidung häufig hilfreicher als die pauschale Bezeichnung „Investment“.
Mittelherkunft aus einem Bonuspool
Gerade Führungskräfte erhalten teilweise Zahlungen, die erst Jahre nach ihrer wirtschaftlichen Entstehung ausgezahlt werden.
Ein Arbeitgeber kann beispielsweise Bonusbestandteile zurückbehalten und später gesammelt auszahlen.
Auf dem Konto erscheint dann plötzlich ein hoher Betrag, obwohl das aktuelle Monatsgehalt wesentlich niedriger ist.
Die richtige Erklärung kann in einem solchen Fall mehrjährige variable Vergütung sein.
Deferred Compensation als Geldquelle
Ähnlich funktioniert aufgeschobene Vergütung.
Ein Teil des beruflichen Einkommens wird nicht unmittelbar ausgezahlt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig.
Wer dadurch beispielsweise 90.000 Euro auf einmal erhält, sollte nicht lediglich „Gehalt“ angeben, wenn die Zahlung tatsächlich auf einem mehrjährigen Vergütungsmodell beruht.
Der konkrete wirtschaftliche Hintergrund macht die Herkunft verständlicher.
Mittelherkunft bei Aktien aus Mitarbeiterprogrammen
Auch Mitarbeiteraktien können über Jahre erhebliche Werte erreichen.
Ein Arbeitnehmer erhält regelmäßig Aktien oder erwirbt sie vergünstigt. Die Position wächst über lange Zeit.
Nach einem späteren Verkauf können daraus beispielsweise 130.000 Euro entstehen.
Die Vermögensgeschichte beginnt dann möglicherweise bei der beruflichen Beteiligung beziehungsweise Aktienzuteilung und nicht erst beim heutigen Börsenverkauf.
Barclays und internationale Vermögenswege
Bei international geprägten Vermögen kann der Zahlungsweg mehrere Länder umfassen.
Ein Kunde verkauft beispielsweise eine Beteiligung in Großbritannien. Das Geld wird zunächst auf einem ausländischen Konto gutgeschrieben und später auf ein anderes Konto übertragen.
Die einzelnen Konten sind jedoch nicht automatisch verschiedene Mittelherkünfte.
Die wirtschaftliche Quelle bleibt möglicherweise derselbe Beteiligungsverkauf.
Zwischenkonten sind Stationen – keine neuen Ursprünge
Ein typischer Geldweg kann so aussehen:
Unternehmensverkauf → britisches Konto → deutsches Konto → Barclays.
Wer ausschließlich den letzten Schritt dokumentiert, zeigt nur einen Ausschnitt.
Wer dagegen beim wirtschaftlichen Ereignis beginnt, kann den gesamten Zahlungsweg als zusammenhängende Kette darstellen.
Fremdwährung kann unterschiedliche Beträge erklären
Internationales Vermögen wird häufig in unterschiedlichen Währungen gehalten.
Beispielsweise entstehen 200.000 britische Pfund aus einem Verkauf. Später wird der Betrag in Euro umgerechnet.
Die Zahlen auf Vertrag und Kontoauszug stimmen dann naturgemäß nicht überein.
Ein Wechselkurs ist keine Herkunftslücke.
Er sollte lediglich berücksichtigt werden, damit die Betragsentwicklung verständlich bleibt.
Source of Funds bei Barclays
Bei international ausgerichteten Bankbeziehungen kann die Frage nach der Source of Funds auftreten.
Gemeint ist vereinfacht die Herkunft eines bestimmten Geldbetrags.
Beispiel:
250.000 Euro sollen angelegt werden.
Die konkrete Source of Funds kann ein Unternehmensverkauf sein.
Das ist zunächst eine relativ klar abgrenzbare Frage.
Source of Wealth ist etwas anderes
Weiter geht die Source of Wealth, also die Vermögensherkunft.
Hier kann die Frage lauten:
Wie konnte die betreffende Person ihr heutiges Gesamtvermögen aufbauen?
Ein Unternehmer besitzt beispielsweise vier Millionen Euro. Die aktuell übertragenen 250.000 Euro stammen zwar aus einem Depotverkauf. Das Gesamtvermögen entstand jedoch überwiegend durch jahrzehntelange unternehmerische Tätigkeit.
Deshalb sollten Mittelherkunft und Vermögensherkunft nicht miteinander verwechselt werden.
Warum diese Unterscheidung wichtig ist
Wer nur eine bestimmte Zahlung erklären soll, benötigt möglicherweise keine vollständige Finanzbiografie.
Wird dagegen nach der umfassenderen Vermögensherkunft gefragt, reicht die Dokumentation einer einzelnen Zahlung möglicherweise nicht aus.
Die Tiefe der Antwort sollte deshalb an die tatsächliche Fragestellung angepasst werden.
Mittelherkunft aus Unternehmensdividenden
Ein Gesellschafter kann erhebliche Dividenden oder Ausschüttungen erhalten.
Dann sollte die Zahlung nicht nur als „Geld aus meiner Firma“ beschrieben werden.
Eine klare Struktur könnte lauten:
Unternehmensbeteiligung → Ausschüttung → Anspruch des Gesellschafters → Zahlung.
Damit wird der wirtschaftliche Zusammenhang deutlich.
Kapitalrückzahlung aus einer Gesellschaft
Eine Kapitalrückzahlung unterscheidet sich von einer Gewinnausschüttung.
Der Gesellschafter erhält dabei möglicherweise zuvor eingebrachtes Kapital zurück.
Für den Herkunftsnachweis sollte dieser Unterschied berücksichtigt werden.
Die Bezeichnung des tatsächlichen Vorgangs ist häufig wichtiger als möglichst umfangreiche Erläuterungen.
Mittelherkunft aus Verkauf einer Praxis oder Kanzlei
Auch Freiberufler können erhebliche Verkaufserlöse erzielen.
Ein Arzt verkauft beispielsweise eine Praxis, ein Steuerberater einen Mandantenbestand oder ein anderer Freiberufler einen wirtschaftlichen Betrieb.
Der spätere Kaufpreis kann deutlich vom normalen Jahreseinkommen abweichen.
Der Herkunftsnachweis sollte dann den Veräußerungsvorgang und nicht das laufende Einkommen in den Mittelpunkt stellen.
Auszahlung eines Mandanten- oder Kundenstamms
Auch immaterielle wirtschaftliche Werte können einen Kaufpreis erzeugen.
Ein Unternehmer verkauft beispielsweise einen Kundenstamm oder bestimmte wirtschaftliche Rechte.
Auf dem Konto erscheint möglicherweise ein hoher Betrag, ohne dass ein physischer Vermögensgegenstand verkauft wurde.
Gerade bei solchen Fällen ist eine präzise Beschreibung des zugrunde liegenden Geschäfts wichtig.
Mittelherkunft aus einer Abfindung beim Ausscheiden als Gesellschafter
Ein Gesellschafter kann aus einer Gesellschaft ausscheiden und dafür eine Abfindung erhalten.
Dieser Vorgang unterscheidet sich sowohl von einem klassischen Anteilsverkauf als auch von einer normalen Ausschüttung.
Ein Spezialist für Vermögensherkunft sollte deshalb nicht versuchen, ungewöhnliche Sachverhalte in einfache Standardkategorien zu pressen.
Barclays und Erbschaften
Auch ein Erbfall kann größere Vermögensübertragungen verursachen.
Der erste Herkunftsschritt besteht dann darin, nachvollziehbar zu machen, wie der Vermögenswert auf den heutigen Eigentümer übergegangen ist.
Geht die Prüfung weiter, kann zusätzlich die Frage entstehen, wie das Vermögen beim Erblasser aufgebaut wurde.
Das sind zwei verschiedene Ebenen.
Schenkung bei größerem Familienvermögen
Auch Schenkungen sollten konkret bezeichnet werden.
Nicht:
„Geld aus meiner Familie.“
Sondern beispielsweise:
„Schenkung meiner Eltern in Höhe von 150.000 Euro.“
Bei einer weitergehenden Vermögensherkunft kann anschließend zusätzlich die Herkunft beim Schenker betrachtet werden.
Mittelherkunft aus Kryptowährungen
Auch Kryptovermögen kann später auf einem Bankkonto erscheinen.
Ein Anleger investiert beispielsweise zunächst 25.000 Euro. Jahre später werden Kryptowährungen für 140.000 Euro verkauft.
Der heutige Betrag ist deshalb nicht identisch mit dem ursprünglichen Kapitaleinsatz.
Je nach Fall können ursprüngliche Fiat-Einzahlungen, Käufe, relevante Walletbewegungen und der spätere Verkauf miteinander verbunden werden.
Edelmetalle als Teil des Vermögens
Bei Gold, Silber oder Platin kann eine ähnliche Unterscheidung erforderlich sein.
Eine aktuelle Händlerabrechnung dokumentiert den Verkauf.
Bei einer weitergehenden Vermögensprüfung kann zusätzlich geklärt werden müssen, wie die Edelmetalle ursprünglich erworben wurden.
Ein Anwalt für Herkunftsnachweis kann insbesondere bei geerbten oder alten Beständen helfen, die verschiedenen Nachweisstufen voneinander zu trennen.
Was tun, wenn Barclays weitere Nachweise verlangt?
Dann sollte nicht automatisch ein immer größerer Dokumentenstapel eingereicht werden.
Stattdessen lautet die entscheidende Frage:
Welche Information fehlt noch?
Ist der Verkauf dokumentiert, aber das frühere Eigentum unklar?
Ist die Forderungszahlung nachvollziehbar, aber ihr Rechtsgrund nicht?
Oder möchte Barclays inzwischen nicht nur die Mittelherkunft, sondern die weitergehende Vermögensherkunft verstehen?
Unterschiedliche Beträge offen erklären
Bei Herkunftsnachweisen stimmen Zahlen nicht immer exakt überein.
Gründe können beispielsweise sein:
Zinsen, Gebühren, Fremdwährungsumrechnung, Kaufpreisraten, einbehaltene Beträge oder frühere Teilzahlungen.
Solche Differenzen sollten nachvollziehbar erklärt und nicht künstlich beseitigt werden.
Ein strukturierter Herkunftsnachweis braucht einen roten Faden
Die Unterlagen sollten idealerweise eine logische Geschichte unterstützen.
Zum Beispiel:
1. Beteiligung bestand.
2. Beteiligung wurde veräußert.
3. Kaufpreis entstand.
4. Kaufpreis wurde gezahlt.
5. Geld wurde anschließend zu Barclays übertragen.
Für jeden Schritt kann dann geprüft werden, welches vorhandene Dokument tatsächlich relevant ist.
Was tun bei alten fehlenden Unterlagen?
Gerade bei Vermögen, das vor vielen Jahren entstanden ist, können Dokumente fehlen.
Dann sollte zunächst geprüft werden, welche anderen objektiven Unterlagen vorhanden sind.
Ein fehlender Kontoauszug kann nicht einfach durch eine Behauptung ersetzt werden. Ebenso dürfen Verträge nicht rückdatiert oder Quittungen erfunden werden.
Eine seriöse Herkunftsdokumentation kann Lücken offen benennen.
Sieben Schritte beim Mittelherkunftsnachweis für Barclays
1. Identifizieren Sie den konkret betroffenen Betrag.
2. Ermitteln Sie den tatsächlichen wirtschaftlichen Ursprung.
3. Trennen Sie verschiedene Geldquellen voneinander.
4. Unterscheiden Sie Source of Funds und Source of Wealth.
5. Behandeln Sie Zwischenkonten und Währungswechsel als Stationen, nicht als neue Herkunft.
6. Ordnen Sie jeder wichtigen Station einen geeigneten Beleg zu.
7. Lassen Sie hohe, internationale oder bereits beanstandete Herkunftsnachweise möglichst vor der nächsten Antwort durch einen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen.
Wie wird unser Fall mit den 175.000 Euro gelöst?
Die Kundin aus der Einleitung verzichtet darauf, alles als „eigenes Vermögen“ zusammenzufassen.
Für die 58.000 Euro wird der Beteiligungsvorgang dokumentiert. Die 42.000 Euro werden als Erfüllung einer bestehenden Forderung dargestellt. Die übrigen 75.000 Euro erhalten eine eigene Entwicklungslinie über die frühere Kapitalanlage.
Anschließend werden alle drei Herkunftsstränge mit dem heutigen Kontoeingang verbunden.
So entsteht aus einer auffälligen Gesamtsumme eine nachvollziehbare Antwort:
175.000 Euro aus drei konkret erklärbaren Vermögensquellen.
Mittelherkunftsnachweis Barclays – Rechtsanwalt Martin Wehrmann unterstützt
Wenn Barclays einen Mittelherkunftsnachweis verlangt, sollte nicht nur gefragt werden, von welchem Konto das Geld unmittelbar kam. Besonders bei Unternehmensvermögen, Kapitalanlagen, internationalen Zahlungen oder langjährig aufgebautem Vermögen kann der wirtschaftliche Ursprung weiter zurückliegen.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht und beschäftige mich als Experte und Spezialist mit Mittelherkunftsnachweisen, Source of Funds, Source of Wealth, Geldherkunft und Vermögensherkunft.
Dazu gehören insbesondere Beteiligungen, Unternehmenszahlungen, Forderungs- und Darlehensrückzahlungen, Wertpapiervermögen, internationale Überweisungen, Erbschaften, Schenkungen, Kryptowährungen, Bargeld, Gold und andere Edelmetalle sowie Herkunftsfragen gegenüber Banken und dem Finanzamt.
Auf mittelherkunftsnachweis.de befasse ich mich seit 2021 vertieft mit Mittelherkunft, Vermögensherkunft und Herkunftsnachweisen nach dem Geldwäschegesetz.
Wenn Barclays wissen möchte, woher Ihr Geld oder Vermögen stammt, zusätzliche Dokumente angefordert wurden oder Ihre bisherige Darstellung nicht ausgereicht hat und Sie einen Anwalt für Mittelherkunftsnachweis, einen Spezialisten für Vermögensherkunft oder eine Kanzlei für Herkunftsnachweise suchen, können Sie Ihren Sachverhalt dort online oder per E-Mail schildern.
Sie erhalten eine kostenfreie Ersteinschätzung durch Rechtsanwalt Martin Wehrmann. Dabei kann geklärt werden, welche Geld- oder Vermögensquelle tatsächlich Gegenstand der Prüfung ist, welche Nachweise sinnvoll sind und wie sich auch umfangreiche oder internationale Mittelherkunft gegenüber Barclays nachvollziehbar, konsistent und strukturiert darstellen lässt.