Mittelherkunftsnachweis bei BISON: So lassen sich Geld und Kryptowährungen nachvollziehbar erklären
Ein Anleger verkauft nach vielen Jahren ein geerbtes Grundstück. Nach Kosten und Steuern verbleiben ihm 145.000 Euro. Davon überweist er 80.000 Euro zu BISON und kauft Bitcoin. Gleichzeitig überträgt er weitere Kryptowährungen von einer privaten BitBox, auf der bereits seit Jahren ältere Bestände liegen. Dann beginnen Rückfragen: Woher stammen die Euro, wie wurden die Kryptowährungen erworben und gehört die externe Wallet tatsächlich dem Anleger?
Ein Mittelherkunftsnachweis bei BISON kann deshalb mehrere Ebenen haben. Die Herkunft eines Eurobetrags ist etwas anderes als die Kontrolle über eine private Wallet. Hinzu kommt bei älteren Kryptowährungen die Frage, wann und auf welchem Weg die digitalen Vermögenswerte ursprünglich erworben wurden.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann und beschäftige mich mit meiner Kanzlei WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht spezialisiert mit Mittelherkunftsnachweisen, Kryptowährungen, Vermögensherkunft und Herkunftsnachweisen nach dem Geldwäschegesetz. Auf mittelherkunftsnachweis.de widme ich mich seit 2021 vertieft der Mittelherkunft von Geld und anderen Vermögenswerten. Betroffene können ihren Fall dort online oder per E-Mail schildern und eine kostenfreie Ersteinschätzung zum Mittelherkunftsnachweis bei BISON erhalten.
Bei BISON sollten drei unterschiedliche Nachweise getrennt werden
Wer bei BISON mit einer Prüfung konfrontiert wird, sollte zuerst klären, was tatsächlich nachgewiesen werden soll. In Betracht kommen insbesondere die Herkunft von Geld, die Herkunft von Kryptowährungen und die Kontrolle über eine externe Wallet.
Diese Fragen hängen zwar zusammen, sind aber nicht identisch. Ein Kontoauszug kann einen Geldzufluss zeigen, aber keine BitBox verifizieren. Ein Satoshi-Test kann wiederum die Kontrolle über eine Wallet bestätigen, erklärt jedoch nicht automatisch, woher die darauf befindlichen Bitcoin stammen.
Mein erster Rat lautet deshalb: Mittelherkunft, Krypto-Historie und Wallet-Eigentum getrennt aufarbeiten. Erst am Ende werden die einzelnen Bereiche miteinander verbunden.
Euro bei BISON einzahlen: Der Bankweg ist nur ein Teil der Geschichte
Für Euro-Einzahlungen stellt BISON eine persönliche Einzahlungs-IBAN bereit. Klassische SEPA-Überweisungen und SEPA-Echtzeitüberweisungen gehören zu den vorgesehenen Einzahlungswegen.
Damit lässt sich dokumentieren, von welchem Bankkonto ein Betrag zu BISON gelangt ist. Für einen umfassenderen Herkunftsnachweis kann jedoch zusätzlich entscheidend sein, warum sich das Geld überhaupt auf diesem Konto befand.
In unserem Beispiel stammt der Betrag wirtschaftlich aus einem Grundstücksverkauf. Genau dort sollte die Dokumentation beginnen und nicht erst bei der Überweisung an BISON.
Grundstücksverkauf als Mittelherkunft richtig darstellen
Der Anleger kann zunächst den wirtschaftlichen Ausgangspunkt dokumentieren. Je nach Sachverhalt kommen beispielsweise notarielle Unterlagen zum Verkauf und der tatsächliche Eingang des Kaufpreises in Betracht.
Danach wird der Weg des für BISON verwendeten Teilbetrags dargestellt. Wurden 145.000 Euro ausgezahlt und davon 80.000 Euro investiert, muss nicht so getan werden, als seien beide Summen identisch.
Eine verständliche Kette lautet beispielsweise: Grundstück verkauft – Kaufpreis erhalten – Betrag auf eigenem Bankkonto – 80.000 Euro zu BISON überwiesen. Bei hohen Summen kann ein Anwalt für Mittelherkunftsnachweise prüfen, ob Zahlen und Unterlagen schlüssig zusammenpassen.
Warum zwei verschiedene BISON-Kontoauszüge kein Widerspruch sein müssen
Bei BISON kann es vorkommen, dass Nutzer für denselben Zeitraum unterschiedliche Kontoauszüge erhalten. Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit mehreren regulierten Bankpartnern.
Abhängig von der genutzten Einzahlungsart können Euro-Bewegungen beispielsweise über die Deutsche Bank oder Solaris abgewickelt werden. Bei bestimmten Sofort-Einzahlungen kann deshalb neben dem regulären Kontoauszug ein weiterer Auszug entstehen.
Für den Herkunftsnachweis ist das wichtig: Mehrere Banknamen bedeuten nicht automatisch mehrere unabhängige Geldquellen. Es kann sich lediglich um verschiedene technische Abwicklungswege innerhalb derselben BISON-Nutzung handeln.
Kontoauszüge von BISON langfristig aufbewahren
BISON stellt regelmäßig Kontoauszüge für das Euro-Verrechnungskonto bereit. Darin erscheinen unter anderem Euro-Käufe und -Verkäufe sowie entsprechende Ein- und Auszahlungen.
Solche Unterlagen können später erheblich helfen. Wer beispielsweise nach einem Bitcoin-Verkauf einen hohen Eurobetrag auf sein privates Bankkonto überweist, kann mit den vorhandenen BISON-Dokumenten möglicherweise erklären, wodurch dieser Betrag entstanden ist.
Mein Tipp: Kontoauszüge und Reports regelmäßig herunterladen. Ein Dokument, das heute selbstverständlich verfügbar ist, kann bei einer Herkunftsprüfung in vielen Jahren äußerst wertvoll werden.
BISON bietet zusätzlich eine Transaktionshistorie als CSV
Neben klassischen Kontoauszügen stehen bei BISON weitere Reports zur Verfügung. Dazu gehört insbesondere eine Transaktionshistorie im CSV-Format.
Gerade bei vielen Käufen und Verkäufen kann eine solche Datei deutlich hilfreicher sein als zahlreiche einzelne Screenshots. Sie ermöglicht eine strukturierte Auswertung der zeitlichen Entwicklung des Portfolios.
Für einen professionellen Mittelherkunftsnachweis bei BISON kann deshalb zunächst eine chronologische Übersicht erstellt werden: Einzahlungen, Käufe, Verkäufe und relevante externe Kryptotransfers.
Bitcoin von einer privaten Wallet zu BISON übertragen
Unser Anleger besitzt zusätzlich Bitcoin auf einer eigenen BitBox. Möchte er diese Coins zu BISON transferieren, kommt neben der wirtschaftlichen Herkunft eine technische Prüfung hinzu.
BISON muss bei Transfers von self-hosted Wallets nachvollziehen können, ob der Nutzer tatsächlich Kontrolle über die betreffende Wallet besitzt. Ab einem kumulierten Transaktionswert von 1.000 Euro ist derzeit grundsätzlich ein Eigentumsnachweis vorgesehen.
Damit entsteht eine klare Trennung: Die Wallet gehört mir ist eine andere Aussage als die Bitcoin auf dieser Wallet habe ich auf rechtmäßige Weise erworben.
Satoshi-Test: Was damit tatsächlich bewiesen wird
Eine Möglichkeit zur Wallet-Verifizierung ist der sogenannte Satoshi-Test. Dabei fordert BISON eine genau vorgegebene Mikrotransaktion von der externen Wallet an.
Erhält BISON exakt diesen Betrag, kann daraus geschlossen werden, dass der Nutzer tatsächlich Zugriff auf die betreffende Wallet hat. Bei Bitcoin bewegt sich der Testbetrag nur in einem sehr kleinen Bereich.
Der Satoshi-Test ist damit ein technischer Proof of Ownership. Er ist jedoch kein vollständiger Herkunftsnachweis für das darauf befindliche Krypto-Vermögen.
Digitale Signatur als Alternative zum Satoshi-Test
BISON bietet neben dem Satoshi-Test auch die digitale Signatur als Verifizierungsmethode an. Dabei wird eine von BISON vorgegebene Nachricht mit der eigenen Wallet kryptografisch signiert.
Das hat einen Vorteil: Die Verfügungsmacht über die Wallet kann bestätigt werden, ohne dass der private Schlüssel herausgegeben werden muss.
Zusätzlich gibt es bei geeigneten Wallets einen automatisierten Eigentumsnachweis. Eine Kanzlei für Mittelherkunftsnachweise und Kryptowährungen kann bei komplizierten Fällen klären, welche technische Wallet-Prüfung und welche wirtschaftliche Herkunftsdokumentation jeweils erforderlich sind.
Ledger und BitBox mit wechselnden Adressen: Warum das relevant ist
Moderne Hardware-Wallets verwenden bei Bitcoin häufig wechselnde Adressen. Für den Nutzer ist das normal, für eine spätere Dokumentation kann es jedoch verwirrend wirken.
BISON weist darauf hin, dass bei wechselnden Wallet-Adressen gegebenenfalls erneut ein Eigentumsnachweis notwendig wird. Eine frühere Verifizierung einer anderen Adresse reicht also nicht zwangsläufig dauerhaft.
Deshalb sollten Anleger nicht nur einzelne Adressen archivieren. Hilfreich ist zusätzlich eine eigene Notiz dazu, welche Adresse zu welcher Hardware-Wallet gehörte und für welchen Transfer sie verwendet wurde.
Alte Bitcoin-Käufe brauchen eine andere Beweiskette
Angenommen, die BitBox enthält Bitcoin, die bereits 2018 gekauft wurden. Der Satoshi-Test zeigt dann nur, dass der Anleger die heutige Wallet kontrolliert.
Für die Mittelherkunft kann zusätzlich interessant werden, wie diese Bitcoin erworben wurden. Alte Börsenabrechnungen, Fiat-Einzahlungen, Transaktionsübersichten und Blockchain-Daten können hierfür relevant sein.
Die Geschichte könnte lauten: Euro bei Börse A eingezahlt – Bitcoin gekauft – auf eigene Wallet übertragen – später auf neue BitBox migriert – schließlich zu BISON transferiert.
Transfers von einer anderen Kryptobörse werden anders geprüft
Nicht jede Einzahlung kommt aus einer privaten Wallet. Bitcoin oder Ethereum können auch unmittelbar von einer anderen Kryptoplattform zu BISON geschickt werden.
In diesem Fall werden im Rahmen der Travel Rule persönliche Daten zwischen den beteiligten Kryptodienstleistern abgeglichen. Dazu gehören insbesondere Name, Adresse und Geburtsdatum.
Für Anleger bedeutet das: Die Kontodaten bei beiden Plattformen sollten aktuell und korrekt sein. Abweichende Schreibweisen oder alte Adressen können die automatische Zuordnung erschweren.
Travel Rule ist nicht der Mittelherkunftsnachweis
Die Travel Rule soll insbesondere nachvollziehbar machen, wer Sender und Empfänger einer Kryptotransaktion ist. Sie betrifft damit die Beteiligten und den Transferweg.
Der klassische Herkunftsnachweis fragt dagegen weiter zurück: Wie kam der Nutzer überhaupt an das Geld oder an die Kryptowährungen?
Diese Unterscheidung ist wichtig. Travel Rule, Proof of Ownership und Mittelherkunft können bei einem einzigen BISON-Transfer gleichzeitig relevant sein, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke.
Euro-Auszahlungen laufen über ein Closed-Loop-Verfahren
Auch bei Auszahlungen setzt BISON auf eine klare Kontozuordnung. Euro können grundsätzlich nur auf ein Bankkonto ausgezahlt werden, von dem zuvor bereits erfolgreich Geld zu BISON eingezahlt wurde.
Dieses sogenannte Closed-Loop-Verfahren dient unter anderem der Geldwäscheprävention. Eine beliebige neue IBAN kann deshalb nicht einfach spontan als Auszahlungskonto verwendet werden.
Für den Nutzer kann das später sogar hilfreich sein: Der Weg zwischen eigenem Bankkonto, BISON und späterer Auszahlung bleibt nachvollziehbarer als bei ständig wechselnden Dritt- und Zwischenkonten.
So würde ich den Mittelherkunftsnachweis bei BISON strukturieren
Zunächst würde ich sämtliche Fiat-Gelder und extern eingebrachten Kryptowährungen voneinander trennen. Danach erhält jede wichtige Vermögensquelle einen eigenen Abschnitt.
Für die 80.000 Euro aus unserem Beispiel wird der Grundstücksverkauf dokumentiert. Für die älteren Bitcoin werden ursprünglicher Kauf, historische Börse und eigene Wallets nachvollzogen. Die BitBox-Verifizierung ist ein zusätzlicher technischer Baustein.
Erst anschließend werden beide Bereiche mit dem aktuellen BISON-Konto verbunden. So entsteht eine verständliche Geschichte anstelle eines ungeordneten Pakets aus Kontoauszügen und Blockchain-Screenshots.
Mittelherkunftsnachweis BISON: Mein wichtigster Tipp
Nutzen Sie die Dokumente, die BISON ohnehin bereitstellt. Kontoauszüge, Transaktionshistorie und Krypto-Reports können später eine wichtige Grundlage darstellen.
Dokumentieren Sie gleichzeitig externe Vermögensquellen und private Wallets selbst. Besonders bei größeren Bitcoin-Beständen sollten historische Kaufdaten und eigene Wallet-Wechsel möglichst langfristig erhalten bleiben.
Ein guter Mittelherkunftsnachweis bei BISON beantwortet am Ende drei Fragen: Woher kam das Geld? Wie wurden die Kryptowährungen erworben? Und wie gelangten Geld beziehungsweise Coins zum heutigen BISON-Konto?
Anwalt für Mittelherkunftsnachweis bei BISON
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann und beschäftige mich mit meiner Kanzlei WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht spezialisiert mit Mittelherkunftsnachweisen, Bitcoin, Kryptowährungen, Vermögensherkunft und Herkunftsnachweisen nach dem Geldwäschegesetz. Dazu gehören Bankguthaben, größere Vermögenszuflüsse und Edelmetalle ebenso wie externe Kryptobörsen, Hardware-Wallets und komplexe Blockchain-Transaktionen sowie Herkunftsfragen gegenüber Banken und dem Finanzamt.
Auf mittelherkunftsnachweis.de befasse ich mich seit 2021 vertieft mit Mittelherkunftsnachweisen für Geld, Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte. Gerade bei BISON können die Kombination aus Euro-Einzahlungen, alten Krypto-Beständen, Self-Custody-Wallets und Travel-Rule-Prüfungen eine sorgfältige Aufbereitung notwendig machen.
Wer bei BISON einen Mittelherkunftsnachweis erbringen soll, eine externe Wallet verifizieren muss oder nicht mehr nachvollziehen kann, wie ältere Kryptowährungen in das heutige Portfolio gelangt sind, kann seinen Fall über mittelherkunftsnachweis.de online oder per E-Mail schildern. Dort steht Betroffenen eine kostenfreie Ersteinschätzung von Rechtsanwalt Martin Wehrmann als spezialisiertem Ansprechpartner für Mittelherkunftsnachweise, Kryptowährungen und Vermögensherkunft zur Verfügung.