Mittelherkunftsnachweis bei Guarda Wallet: So lässt sich die Herkunft Ihrer Kryptowährungen nachvollziehbar belegen
Ein Anleger nutzt Guarda Wallet seit mehreren Jahren. Er hält dort Bitcoin, Ethereum und verschiedene Stablecoins. Einen Teil der Kryptowährungen kaufte er direkt per SEPA und Kreditkarte, andere Assets übertrug er von früheren Börsenkonten. Später kamen Swaps zwischen unterschiedlichen Coins hinzu. Als er nun Kryptowährungen im Gegenwert von 110.000 Euro verkaufen und anschließend auf sein Bankkonto auszahlen möchte, verlangt der beteiligte Dienstleister zusätzliche Informationen zur Herkunft der Mittel.
Genau dann zeigt sich ein typisches Problem: Der heutige Wallet-Bestand lässt sich leicht anzeigen. Die Frage, wie dieses Vermögen tatsächlich entstanden ist, ist wesentlich schwieriger zu beantworten. Bei Guarda können Käufe, externe Wallets, verschiedene Blockchains und integrierte Drittanbieter zusammenkommen.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht und beschäftige mich schwerpunktmäßig mit Mittelherkunftsnachweisen, Herkunftsnachweisen und Vermögensherkunft bei Kryptowährungen. Wenn eine Börse, ein Zahlungsdienstleister oder Ihre Bank wegen Ihrer Guarda Wallet Nachweise verlangt, können Sie mir Ihren Fall auf mittelherkunftsnachweis.de oder per E-Mail schildern. Dort erhalten Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung.
Wer verlangt bei Guarda Wallet eigentlich den Mittelherkunftsnachweis?
Guarda Wallet ist eine Non-Custodial-Wallet. Das bedeutet: Die Wallet selbst verwahrt Ihre privaten Schlüssel nicht zentral. Nutzer behalten grundsätzlich die Kontrolle über ihre Kryptowährungen.
Finanzdienstleistungen innerhalb der Benutzeroberfläche werden dagegen über externe Partner bereitgestellt. Dazu gehören beispielsweise Kauf-, Verkaufs-, Tausch- oder andere Finanzdienste.
Deshalb sollte eine Herkunftsanfrage zunächst genau zugeordnet werden. Kommt sie von Guarda selbst, einem Kaufanbieter, einem Exchange-Partner oder einer später beteiligten Kryptobörse? Diese Frage entscheidet darüber, welche Anforderungen tatsächlich gelten.
Guarda Wallet unterstützt sehr viele Kryptowährungen und Netzwerke
Eine Besonderheit von Guarda ist die große Zahl unterstützter Assets. Die Wallet unterstützt mehr als 50 große Blockchains und eine sehr große Zahl unterschiedlicher Kryptowährungen und Token.
Für einen Mittelherkunftsnachweis bei Guarda Wallet kann das schnell kompliziert werden. Ein Anleger besitzt vielleicht Bitcoin auf dem Bitcoin-Netzwerk, USDT auf TRON und Ethereum-Token auf mehreren EVM-Netzwerken.
Deshalb sollte nicht einfach das gesamte Portfolio in einen einzigen Herkunftsnachweis gepackt werden. Besser ist es, zunächst herauszufinden, welche Assets tatsächlich für die konkrete Auszahlung oder Prüfung relevant sind.
Unser Anleger hat nicht 110.000 Euro investiert
Der Anleger aus unserem Beispiel hat ursprünglich lediglich 27.000 Euro eingesetzt. Durch Kurssteigerungen und verschiedene spätere Transaktionen ist daraus ein deutlich höherer Betrag geworden.
Das ist bei einer Vermögensprüfung wichtig. Der heutige Marktwert und der ursprüngliche Geldbetrag dürfen nicht miteinander verwechselt werden.
Eine nachvollziehbare Darstellung sollte deshalb unterscheiden zwischen ursprünglichem Kapitaleinsatz, späteren Käufen, Swaps und Wertentwicklung. Genau diese Trennung macht einen komplexen Kryptofall häufig erst verständlich.
Kryptokäufe in Guarda laufen über externe Anbieter
Guarda ermöglicht den direkten Kauf von Kryptowährungen mit klassischen Zahlungsmitteln. Dazu gehören unter anderem SEPA-Überweisungen sowie Kredit- und Debitkarten.
Die eigentliche Zahlungsabwicklung erfolgt jedoch über externe Partner. Aktuell werden für bestimmte Kaufvorgänge beispielsweise Anbieter wie Guardarian und Simplex eingesetzt.
Für einen späteren Herkunftsnachweis kann das hilfreich sein. Kaufbestätigungen des jeweiligen Partners können zusammen mit dem passenden Bank- oder Kartennachweis zeigen, wie das ursprüngliche Fiatgeld in Kryptowährungen umgewandelt wurde.
Ein integrierter Kauf ist später oft leichter zu erklären
Nehmen wir an, unser Anleger hat 2022 für 6.000 Euro Ethereum gekauft. Die Zahlung erfolgte per SEPA, anschließend wurde ETH direkt an seine Guarda-Adresse übertragen.
Dann existieren mehrere gut miteinander kombinierbare Informationen: der Bankabgang, die Kaufbestätigung und der Eingang auf der Blockchain.
Damit entsteht eine relativ klare Herkunftskette: Bankkonto → Kaufdienstleister → Ethereum → Guarda Wallet. Genau solche Verbindungen sind bei einer späteren Source-of-Funds-Prüfung besonders hilfreich.
Tauschvorgänge innerhalb von Guarda schaffen nicht automatisch neues Vermögen
Guarda bietet auch integrierte Exchange-Funktionen. Diese werden nach den aktuellen Bedingungen ebenfalls über Drittanbieter bereitgestellt.
Wenn beispielsweise Bitcoin gegen Ethereum getauscht werden, entsteht dadurch zunächst kein zusätzliches externes Kapital. Das vorhandene Kryptovermögen wird lediglich in einen anderen Vermögenswert umgewandelt.
Für einen Mittelherkunftsnachweis sollte deshalb die ursprüngliche Vermögensquelle weiterverfolgt werden. Der Swap beendet die Herkunftskette nicht.
Der Exchange-Partner kann eine eigene Compliance-Prüfung durchführen
Für bestimmte webbasierte Tauschfunktionen arbeitet Guarda mit ChangeNOW zusammen.
Das ist für Betroffene wichtig, weil ein externer Anbieter eigene KYC- und AML-Regelungen haben kann. Bei bestimmten Transaktionen können daher zusätzliche Prüfungen entstehen, obwohl die Guarda Wallet selbst grundsätzlich non-custodial genutzt wird.
Wenn ein Swap gestoppt wird oder zusätzliche Unterlagen verlangt werden, sollte deshalb geprüft werden, welcher Anbieter tatsächlich die Transaktion verarbeitet. Ein Anwalt für Mittelherkunftsnachweise kann helfen, diese Zuständigkeit zunächst sauber festzustellen.
Das Guarda-Backup ist kein Mittelherkunftsnachweis
Guarda erstellt für Wallets eine Backup-Datei, die für die Wiederherstellung des Zugangs wichtig ist.
Dieses Backup gehört jedoch zu den sicherheitsrelevanten Wallet-Daten. Es dokumentiert nicht, wie Ihr Vermögen wirtschaftlich entstanden ist.
Eine Bank oder Compliance-Abteilung benötigt deshalb nicht Ihre Backup-Datei, um die Herkunft von Bitcoin oder Ethereum nachzuvollziehen. Solche sensiblen Informationen sollten nicht als vermeintlicher Herkunftsnachweis weitergegeben werden.
Guarda speichert Ihre Backup-Datei nicht zentral
Nach den eigenen Angaben speichert Guarda weder private Schlüssel noch Backup-Dateien zentral.
Wer seine Backup-Datei verliert, kann daher nicht einfach beim Anbieter eine Kopie anfordern. Gerade für langjährige Nutzer ist dies ein wichtiger Sicherheitsaspekt.
Für einen Herkunftsnachweis folgt daraus ein anderer wichtiger Punkt: Die wirtschaftliche Dokumentation sollten Sie unabhängig von Ihrer Wallet-Sicherung aufbewahren. Kontoauszüge, Kaufbelege und Steuerunterlagen gehören in ein eigenes Archiv.
Mehrere Wallets innerhalb von Guarda können zu Missverständnissen führen
Ein Nutzer kann innerhalb von Guarda verschiedene Wallets beziehungsweise Adressen für unterschiedliche Assets und Netzwerke verwalten.
Dadurch entstehen möglicherweise Transfers zwischen Adressen, die wirtschaftlich ein und derselben Person gehören. Auf der Blockchain sieht das zunächst nur wie eine normale Übertragung aus.
Bei einem Krypto-Herkunftsnachweis sollte daher klar benannt werden, welche wesentlichen Adressen eigene Wallets waren. Andernfalls können interne Transfers fälschlicherweise wie Zahlungen Dritter wirken.
Eingänge von einer alten Börse brauchen eine Erklärung
Unser Anleger hat beispielsweise 0,8 Bitcoin von einem früheren Börsenkonto zu Guarda übertragen.
Dieser Eingang ist kein neuer Verdienst. Die Bitcoin gehörten ihm möglicherweise bereits seit mehreren Jahren.
Für die Dokumentation sollte deshalb möglichst die vorherige Station rekonstruiert werden: Wann wurden die Bitcoin gekauft? Über welche Börse? Mit welchem ursprünglichen Geld? Der Transfer zu Guarda ist lediglich ein weiterer Schritt dieser Vermögensgeschichte.
Stablecoins sind ebenfalls erklärungsbedürftig
Guarda unterstützt zahlreiche Stablecoins. Auch große USDT- oder USDC-Bestände können Teil einer Herkunftsprüfung werden.
Ein Stablecoin-Saldo zeigt lediglich den aktuellen Wert. Er beantwortet nicht die Frage, ob die Stablecoins direkt mit Euro gekauft, aus Bitcoin-Gewinnen erzeugt oder durch einen früheren Swap entstanden sind.
Deshalb sollte bei Stablecoins immer gefragt werden: Welcher Vermögenswert befand sich unmittelbar davor in dieser wirtschaftlichen Kette?
Was tun, wenn alte Belege fehlen?
Bei langjährigen Kryptoinvestitionen fehlen häufig einzelne Dokumente. Vielleicht wurde eine Börse geschlossen oder alte E-Mails wurden gelöscht.
Dann sollte systematisch geprüft werden, welche Informationen noch vorhanden sind. Alte Kontoauszüge, Wallet-Adressen, Blockchain-Transaktionen, Steuerunterlagen oder einzelne Kaufbestätigungen können gemeinsam eine belastbare Rekonstruktion ermöglichen.
Bei hohen Vermögenswerten kann eine Kanzlei für Mittelherkunft und Vermögensherkunft helfen, die vorhandenen Belege sinnvoll zu ordnen und Lücken offen darzustellen.
Wie sollte ein Guarda-Herkunftsnachweis aufgebaut sein?
Ich würde zunächst die konkrete Transaktion bestimmen, um die es geht. Danach werden nur die dafür relevanten Kryptowährungen und Wallet-Adressen betrachtet.
Im zweiten Schritt wird der ursprüngliche Vermögenszufluss rekonstruiert. Anschließend folgen wesentliche Käufe, Eigenübertragungen und Swaps.
Zum Schluss werden passende Bank-, Börsen- und Blockchain-Daten miteinander verbunden. Ziel ist eine kurze und nachvollziehbare Geschichte – kein technischer Datenberg.
Was passiert nach der Auszahlung auf das Bankkonto?
Wird der Kryptoverkauf erfolgreich abgeschlossen, kann anschließend die nächste Prüfung entstehen.
Wenn beispielsweise 100.000 Euro auf dem deutschen Girokonto eingehen, kann die Bank wiederum einen Mittelherkunftsnachweis oder Nachweis der Vermögensherkunft verlangen.
Eine gut vorbereitete Dokumentation ist deshalb nicht nur gegenüber dem Kryptodienstleister hilfreich. Sie kann auch später gegenüber Banken, Finanzamt oder anderen prüfenden Stellen eingesetzt werden.
Niemals Private Keys oder Backup-Daten herausgeben
Für einen Herkunftsnachweis werden weder Private Keys noch Backup-Dateien benötigt.
Wer diese Informationen erhält, kann unter Umständen Zugriff auf die Wallet erlangen. Sie gehören deshalb niemals in eine Compliance-Antwort.
Seriöse Nachweise bestehen aus wirtschaftlichen Unterlagen, öffentlichen Wallet-Adressen, Transaktionsdaten und gegebenenfalls weiteren objektiven Belegen. Bei Unsicherheiten sollte ein spezialisierter Rechtsanwalt für Mittelherkunftsnachweise prüfen, welche Informationen wirklich erforderlich sind.
Rechtsanwalt für Mittelherkunftsnachweis bei Guarda Wallet
Ein Mittelherkunftsnachweis im Zusammenhang mit Guarda Wallet kann insbesondere deshalb komplex werden, weil zahlreiche Blockchains, verschiedene Assets und externe Kauf- und Tauschpartner miteinander kombiniert werden können. Die Wallet selbst ist non-custodial, während die eigentliche Compliance-Prüfung häufig bei einem Drittanbieter, einer Kryptobörse oder später bei einer Bank entsteht.
Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann und befasse mich mit meiner Kanzlei WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht schwerpunktmäßig mit Mittelherkunftsnachweisen, Herkunftsnachweisen und Vermögensherkunft für Kryptowährungen, Geld und Edelmetalle sowie mit entsprechenden Fragestellungen gegenüber Banken, Finanzdienstleistern, Finanzamt und nach dem Geldwäschegesetz.
Wenn wegen Ihrer Guarda Wallet ein Mittelherkunftsnachweis, Source-of-Funds-Nachweis, Krypto-Herkunftsnachweis oder Nachweis Ihrer Vermögensherkunft verlangt wird, können Sie mir Ihren Sachverhalt auf mittelherkunftsnachweis.de oder per E-Mail schildern. Dort erhalten Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung von Rechtsanwalt Martin Wehrmann. Als Anwalt und Spezialist für Mittelherkunft kann ich prüfen, wie sich auch langjährige Guarda-, Börsen-, Swap- und Multi-Chain-Historien nachvollziehbar und widerspruchsfrei aufbereiten lassen.