Kanzlei für Digital-
und Wirtschaftsrecht
Mittelherkunft und Geldwäscherecht

BISON unter Geldwäscheverdacht: Wenn Bitcoin und Bankguthaben plötzlich gesperrt sind – was Betroffene jetzt tun können

Veröffentlicht am 22.10.2026 –

Ihr BISON-Konto wurde wegen eines möglichen Geldwäscheverdachts gesperrt, Ihre Bitcoin sind blockiert oder eine Auszahlung wird nicht ausgeführt? Jetzt kommt es darauf an, den Grund der Einschränkung einzugrenzen, Beweise zu sichern und einen möglicherweise verlangten Mittelherkunftsnachweis sorgfältig vorzubereiten. Eine Geldwäscheprüfung bedeutet nicht automatisch, dass Sie eine Straftat begangen haben. Allerdings können unvollständige oder widersprüchliche Angaben die Situation erheblich verschärfen.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht und beschäftige mich spezialisiert mit Geldwäscheprüfungen, Mittelherkunftsnachweisen und der Herkunft von Kryptowährungen. Auf meinem seit 2021 betriebenen Fachportal mittelherkunftsnachweis.de biete ich Betroffenen eine kostenfreie anwaltliche Ersteinschätzung an. Sie können mir Ihren Sachverhalt online oder per E-Mail schildern.

Ein beispielhafter Fall verdeutlicht das Problem: Ein Anleger kaufte 2017 Bitcoin für 9.000 Euro. Jahre später überträgt er seine Bestände im Wert von 140.000 Euro zu BISON, um einen Teil zu verkaufen. Kurz darauf wird die Auszahlung gestoppt. Der Support fordert Unterlagen, die der Anleger längst nicht mehr vollständig besitzt. Plötzlich steht eine Frage im Raum, mit der er nie gerechnet hatte: Muss er jetzt beweisen, dass sein eigenes Vermögen legal ist?

BISON wegen Geldwäscheverdacht gesperrt: Was ist sofort zu tun?

Zunächst sollten Betroffene feststellen, was genau gesperrt wurde. Funktioniert der Login nicht mehr? Ist ausschließlich eine Bitcoin-Übertragung blockiert? Können keine Eurobeträge ausgezahlt werden? Oder wurde die gesamte Geschäftsbeziehung gekündigt? Diese Unterschiede entscheiden darüber, welche rechtlichen Schritte sinnvoll sind.

Ich empfehle, sämtliche Fehlermeldungen, E-Mails und Transaktionsdaten unverzüglich zu sichern. Anschließend sollte eine schriftliche Anfrage über das offizielle BISON-Kontaktformular erfolgen. Fragen Sie nach dem Umfang der Einschränkungen, gegebenenfalls noch erforderlichen Dokumenten und dem weiteren Verfahren. Verlangen Sie eine Bearbeitungsbestätigung.

Wichtig ist, nicht vorschnell umfangreiche Erklärungen zur Vermögensherkunft abzugeben. Bestehen steuerliche Unklarheiten oder Hinweise auf strafrechtliche Ermittlungen, sollten entsprechende Angaben zunächst anwaltlich geprüft werden. Ein spezialisierter Rechtsanwalt kann klären, welche Nachweise tatsächlich benötigt werden und welche rechtlichen Risiken bestehen.

Warum entsteht bei BISON überhaupt ein Geldwäscheverdacht?

Ein Geldwäscheverdacht kann entstehen, wenn Transaktionen nicht zum bisherigen Kundenprofil passen oder die wirtschaftliche Herkunft größerer Vermögenswerte ungeklärt bleibt. Beispielsweise können hohe Einzahlungen, Transfers von externen Kryptobörsen, komplexe Wallet-Bewegungen oder ungewöhnliche Transaktionsmuster zusätzliche Prüfungen auslösen.

Das Geldwäschegesetz verpflichtet regulierte Unternehmen zur risikoorientierten Überwachung ihrer Geschäftsbeziehungen. Nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG müssen Transaktionen unter anderem mit vorhandenen Kundeninformationen und erforderlichenfalls mit Angaben zur Herkunft der Vermögenswerte abgeglichen werden. Bei erhöhten Risiken kommen zusätzliche Prüfpflichten nach § 15 GwG hinzu.

Entscheidend ist die juristische Unterscheidung: Eine auffällige Transaktion ist nicht automatisch eine Geldwäschehandlung. Ebenso bedeutet die Aufforderung zum Herkunftsnachweis nicht zwingend, dass bereits eine Verdachtsmeldung abgegeben wurde. Viele Überprüfungen dienen zunächst dazu, gesetzliche Sorgfaltspflichten zu erfüllen.

Darf BISON ein Konto wegen Geldwäscheverdachts sperren?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen dürfen oder müssen die beteiligten Unternehmen Transaktionen zurückhalten. Kann ein Verpflichteter wesentliche gesetzliche Sorgfaltspflichten nicht erfüllen, untersagt § 10 Abs. 9 GwG grundsätzlich die Durchführung von Transaktionen und die Fortsetzung der Geschäftsbeziehung.

Liegt ein meldepflichtiger Sachverhalt vor, kann außerdem eine Verdachtsmeldung nach § 43 GwG erforderlich werden. Die Meldung richtet sich an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, die sogenannte Financial Intelligence Unit (FIU). Nach § 46 GwG darf die betroffene Transaktion dann zunächst grundsätzlich nicht durchgeführt werden.

Eine solche Prüfung rechtfertigt aber nicht ohne Weiteres jede Einschränkung auf unbegrenzte Zeit. Ich würde insbesondere untersuchen, ob eine konkrete Transaktion oder das gesamte Konto betroffen ist, welche vertraglichen Rechte bestehen und ob möglicherweise eine behördliche Anordnung vorliegt. Daraus ergeben sich unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten.

Warum erklärt BISON den tatsächlichen Sperrgrund manchmal nicht?

Für Betroffene ist die fehlende Transparenz häufig besonders belastend. Der Anleger aus unserem Beispiel weiß möglicherweise nur, dass seine Auszahlung vorübergehend nicht möglich ist. Ob ein Dokument fehlt, eine interne Compliance-Prüfung stattfindet oder eine Verdachtsmeldung vorliegt, bleibt zunächst offen.

Dahinter kann § 47 Abs. 1 GwG stehen. Die Vorschrift untersagt Verpflichteten grundsätzlich, Kunden über beabsichtigte oder bereits erstattete Geldwäscheverdachtsmeldungen zu informieren. Dieses Informationsverbot soll verhindern, dass mögliche Ermittlungen durch eine Vorwarnung beeinträchtigt werden.

Meine Empfehlung: Verlangen Sie keine vertraulichen Informationen über mögliche Verdachtsmeldungen, sondern konkret die Klärung Ihrer vertraglichen Situation. Fragen Sie, welche Unterlagen Sie nachreichen können und welche Auszahlungen oder Übertragungen noch möglich sind. Schweigen des Supports beweist weder das Vorliegen einer Verdachtsmeldung noch die Rechtmäßigkeit einer dauerhaften Sperre.

Welche Rolle spielen Banken und Kryptoverwahrer bei BISON?

Bei BISON sind unterschiedliche Unternehmen beteiligt. Der Handel mit Kryptowährungen erfolgt über die EUWAX Aktiengesellschaft, während die Boerse Stuttgart Digital Custody GmbH die Verwahrung der Kryptowerte übernimmt. Euro-Guthaben können je nach Kontomodell über beteiligte Partnerbanken wie Solaris SE oder Deutsche Bank geführt werden.

Diese Struktur ist rechtlich bedeutsam: Eine Bank kann eine Eurotransaktion aufgrund ihrer eigenen gesetzlichen Verpflichtungen zurückhalten, während ein Kryptoverwahrer zusätzliche Prüfungen vor einer Bitcoin-Übertragung verlangt. Nicht jede Einschränkung hat deshalb denselben Verantwortlichen oder dieselbe Rechtsgrundlage.

Bei der anwaltlichen Prüfung empfehle ich, die Konto- und Vertragsunterlagen genau auszuwerten. Wer die Freigabe von Euro verlangt, muss möglicherweise anders vorgehen als jemand, der Bitcoin auf eine eigene Hardware-Wallet übertragen möchte. Gerade diese Unterscheidung wird bei Beschwerden leicht übersehen.

BISON verlangt einen Mittelherkunftsnachweis: Was müssen Sie vorlegen?

Ein Mittelherkunftsnachweis soll plausibel erklären, wie bestimmte Geldbeträge oder Kryptowährungen erworben wurden. BISON nennt selbst beispielsweise Gehaltsnachweise, Steuererklärungen und Belege größerer Ein- und Auszahlungen. Bei Bitcoin kommen Handelsabrechnungen, Banküberweisungen und historische Blockchain-Transaktionen hinzu.

Ich empfehle, eine chronologische Herkunftsdokumentation zu erstellen. Beginnen Sie beim ursprünglichen Erwerb: Wann wurden die Kryptowährungen gekauft? Mit welchem Geld? Über welche Handelsplattform? Welche Wallets wurden anschließend genutzt? Ordnen Sie jeder wichtigen Vermögensbewegung möglichst einen belastbaren Beleg zu.

Entscheidend ist, nicht nur einzelne Dokumente einzureichen, sondern deren Zusammenhang zu erklären. Ein Kontoauszug beweist beispielsweise eine Überweisung, aber nicht zwingend den anschließenden Bitcoin-Kauf. Eine Blockchain-Transaktion dokumentiert eine Übertragung, nicht automatisch die wirtschaftliche Herkunft. Erst die nachvollziehbare Verbindung der Belege macht einen Herkunftsnachweis überzeugend.

Was tun, wenn Bitcoin vor vielen Jahren gekauft wurden?

Bei älteren Bitcoin-Beständen können sich erhebliche Beweisschwierigkeiten ergeben. Handelsplattformen existieren nicht mehr, Kontoauszüge sind nicht sofort verfügbar oder Kryptowährungen wurden mehrfach zwischen privaten Wallets verschoben. Gerade bei frühen Bitcoin-Investitionen ist eine vollständig erhaltene Dokumentation keineswegs selbstverständlich.

Im hypothetischen Beispiel des Anlegers mit 140.000 Euro Bitcoin-Vermögen wären die ursprünglichen 9.000 Euro besonders relevant. Ich würde empfehlen, zuerst die damaligen Bankbewegungen zu rekonstruieren, anschließend frühere Börsenkonten und E-Mail-Bestätigungen auszuwerten und schließlich die Wallet-Transfers zeitlich zuzuordnen.

Fehlende Kaufbelege bedeuten nicht automatisch, dass ein Herkunftsnachweis unmöglich ist. Historische Transaktionskennungen, archivierte Handelsdaten und ergänzende Bankunterlagen können wichtige Lücken schließen. Entscheidend bleibt, die Grenzen dieser Nachweise offen darzustellen und keine vermeintlich lückenlose Geschichte zu konstruieren, die sich tatsächlich nicht belegen lässt.

Warum können externe Wallets einen Geldwäscheverdacht auslösen?

Kryptowährungen lassen sich zwischen Börsen und privaten Wallets übertragen. Dabei ist auf der Blockchain regelmäßig die Bewegung der Coins sichtbar, nicht aber ohne Weiteres die Identität der beteiligten Personen. Gerade Transfers von lange genutzten Hardware-Wallets können deshalb zusätzliche Nachfragen auslösen.

Nach § 15a GwG müssen verpflichtete Kryptodienstleister bei Transfers von oder zu selbst gehosteten Adressen besondere Risiken bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen treffen. BISON kann daher Informationen über die Herkunft und das Ziel der Kryptowährungen oder den wirtschaftlichen Eigentümer einer Wallet benötigen. Auch die europäische Travel Rule spielt bei der Übermittlung von Transaktionsangaben eine Rolle.

Ich empfehle, Wallet-Eigentumsnachweis und Mittelherkunftsnachweis konsequent zu unterscheiden. Eine digitale Signatur kann die Kontrolle über eine Adresse belegen. Sie erklärt aber nicht, wie die Bitcoin ursprünglich erworben wurden. Wer beide Fragen getrennt beantwortet, vermeidet unnötige Rückfragen und erleichtert die rechtliche Prüfung.

Wie lange darf BISON Geld wegen Geldwäscheverdachts zurückhalten?

Für eine Kontosperre wegen Geldwäscheverdachts gibt es keine allgemeine gesetzliche Höchstdauer. Allerdings regelt § 46 Abs. 1 GwG die Durchführung einer Transaktion, zu der eine Verdachtsmeldung abgegeben wurde. Sie darf grundsätzlich erfolgen, wenn die zuständige Stelle zustimmt oder der dritte Werktag nach dem Abgang der Meldung ohne Untersagung verstrichen ist. Samstage zählen nicht als Werktage.

Diese Drei-Werktage-Regel ist keine automatische Freischaltungsfrist für sämtliche BISON-Konten. Andere rechtliche Hindernisse können weiterhin bestehen, etwa fehlende Identitätsnachweise, eine wirksame behördliche Maßnahme oder die Nichterfüllung gesetzlicher Sorgfaltspflichten.

Bleibt eine Sperre über längere Zeit bestehen, empfehle ich eine dokumentierte schriftliche Beschwerde. Darin sollten die betroffenen Vermögenswerte, die bisherigen Kontaktversuche und die konkrete gewünschte Maßnahme bezeichnet werden. Bei erheblichen finanziellen Nachteilen kann ein Rechtsanwalt prüfen, ob vertragliche Ansprüche durchgesetzt oder gerichtliche Eilmaßnahmen beantragt werden können.

Droht wegen eines BISON-Geldwäscheverdachts ein Strafverfahren?

Eine Geldwäscheverdachtsmeldung ist nicht mit einer strafrechtlichen Verurteilung gleichzusetzen. Sie führt auch nicht zwangsläufig zu einem Ermittlungsverfahren. Die FIU analysiert die übermittelten Informationen und kann relevante Erkenntnisse an zuständige Strafverfolgungsbehörden weitergeben.

Der Straftatbestand der Geldwäsche ist in § 261 StGB geregelt. Daneben können bei ungeklärten Kryptogewinnen steuerrechtliche Fragen auftreten. Besonders sensibel wird die Situation, wenn frühere Veräußerungsgewinne möglicherweise nicht ordnungsgemäß erklärt wurden oder widersprüchliche Angaben zur Vermögensentstehung bestehen.

In solchen Konstellationen rate ich ausdrücklich davon ab, ungeprüfte Erklärungen oder nachträglich konstruierte Belege einzureichen. Stattdessen sollten ein im Geldwäscherecht erfahrener Rechtsanwalt und gegebenenfalls ein Steuerrechtsexperte die Dokumentation bewerten. Eine erforderliche Mitwirkung gegenüber dem Finanzdienstleister muss dabei mit möglichen strafrechtlichen Risiken sorgfältig abgestimmt werden.

Was tun, wenn BISON trotz Nachweisen nicht reagiert?

Wenn Unterlagen bereits eingereicht wurden, die Auszahlung aber weiterhin blockiert bleibt, sollten Betroffene zunächst den Eingang sämtlicher Dokumente bestätigen lassen. Anschließend empfiehlt sich die Nachfrage, ob weitere Informationen fehlen oder ob die Prüfung bereits abgeschlossen ist.

Ich halte es für sinnvoll, den bisherigen Vorgang in einer übersichtlichen Chronologie zusammenzufassen. Dazu gehören das Datum der ersten Einschränkung, die betroffenen Beträge, alle Nachweisforderungen, eingereichte Dokumente sowie die Antworten des Supports. Setzen Sie eine angemessene Frist für eine Stellungnahme, ohne eine gesetzliche Freischaltungsfrist zu behaupten.

Bleibt eine Lösung aus, ist eine anwaltliche Prüfung des weiteren Vorgehens angezeigt. Dabei können eine formelle Beschwerde, die direkte Anspruchsgeltendmachung gegenüber dem zuständigen Unternehmen oder gerichtliche Schritte in Betracht kommen. Eine Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde ersetzt allerdings nicht die individuelle Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.

Kann BISON das Konto kündigen oder Bitcoin zwangsweise verkaufen?

Eine Kontokündigung kann insbesondere dann in Betracht kommen, wenn gesetzliche Sorgfaltspflichten nicht erfüllt werden können oder vertragliche Kündigungsgründe bestehen. Ob die Beendigung im konkreten Fall rechtmäßig ist, richtet sich nach dem Gesetz, den einschlägigen Vertragsbedingungen und den tatsächlichen Umständen.

Besonders problematisch kann eine angekündigte Veräußerung von Bitcoin sein. Unser beispielhafter Anleger möchte seine langfristig gehaltenen Coins vielleicht behalten. Eine Auszahlung von 140.000 Euro wäre dann wirtschaftlich etwas anderes als die Übertragung der Bitcoin auf seine eigene Wallet. Kursänderungen und mögliche steuerliche Auswirkungen können erhebliche Unterschiede verursachen.

Meine Handlungsempfehlung: Prüfen Sie eine Kündigungsankündigung sofort und dokumentieren Sie schriftlich, falls Sie eine Übertragung statt eines Verkaufs wünschen. Ob darauf ein durchsetzbarer Anspruch besteht, muss anhand der Vertragsgrundlagen und möglicher gesetzlicher Beschränkungen geklärt werden. Bei einer unmittelbar drohenden Veräußerung kann besondere Eile geboten sein.

Welche Fehler verschärfen einen Geldwäscheverdacht bei BISON?

Ein häufiger Fehler ist, unvollständige Unterlagen ohne nachvollziehende Erklärung einzureichen. Ebenso problematisch sind widersprüchliche Angaben zu Kaufzeitpunkten, Investitionsbeträgen oder Wallet-Transfers. Werden später andere Zahlen genannt, können zusätzliche Fragen entstehen, selbst wenn die ursprünglichen Fehler unbeabsichtigt waren.

Auch die Sicherheit sensibler Dokumente verdient Aufmerksamkeit. BISON empfiehlt, Ausweiskopien, Einkommensnachweise und vergleichbare Unterlagen über das gesicherte Kontaktformular einzureichen. Passwörter, private Wallet-Schlüssel und Seed-Phrases dürfen niemals an angebliche Supportmitarbeiter weitergegeben werden.

Ich empfehle außerdem, nicht vorschnell das Konto zu schließen, Belege zu löschen oder Kryptowährungen über andere Plattformen zu verschieben, um Prüfungen zu umgehen. Sinnvoller ist eine geordnete Sachverhaltsaufklärung. Je genauer sich die tatsächliche Vermögensgeschichte belegen lässt, desto besser können erforderliche Nachweise und rechtliche Einwendungen vorbereitet werden.

Wie hilft ein Rechtsanwalt bei einem BISON-Geldwäscheverdacht?

Bei der anwaltlichen Prüfung geht es zunächst darum, den Sachverhalt rechtlich einzuordnen. Besteht lediglich eine routinemäßige Herkunftsprüfung? Wurde eine einzelne Transaktion blockiert? Gibt es Hinweise auf eine förmliche Verdachtsmeldung oder eine behördliche Maßnahme? Diese Fragen bestimmen das weitere Vorgehen.

Anschließend kommt es auf die Beweislage an. Ich prüfe insbesondere, welche Dokumente die Vermögensherkunft tatsächlich erklären, wo Lücken bestehen und welche zusätzlichen Nachweise beschafft werden können. Dabei müssen wirtschaftliche Herkunft, Eigentumsverhältnisse und Blockchain-Transaktionen voneinander unterschieden werden.

Als Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Mittelherkunftsnachweis und Geldwäscherecht unterstütze ich Betroffene außerdem bei der rechtlichen Kommunikation und der Prüfung möglicher Herausgabe- und Auszahlungsansprüche. Ziel ist eine sachgerechte Klärung, bei der gesetzliche Mitwirkungspflichten ebenso berücksichtigt werden wie die Rechte des Kunden.

BISON-Geldwäscheverdacht: Wie erhalten Betroffene anwaltliche Unterstützung?

Ein Geldwäscheverdacht bei BISON bedeutet nicht automatisch, dass Bitcoin oder Bankguthaben verloren sind. Entscheidend ist vielmehr, schnell die richtigen Unterlagen zu sichern, den Umfang der Sperre zu bestimmen und die Vermögensherkunft nachvollziehbar darzustellen. Gerade bei älteren Kryptowährungen kann die Vorbereitung der Nachweise anspruchsvoll sein.

Ich bin Rechtsanwalt Martin Wehrmann von WEHRMANN Digital- und Wirtschaftsrecht. Meine Kanzlei beschäftigt sich spezialisiert mit Mittelherkunftsnachweisen für Geld, Bitcoin und andere Kryptowährungen, Edelmetalle sowie Herkunftsprüfungen gegenüber Banken, dem Finanzamt und nach dem Geldwäschegesetz. Auf meinem seit 2021 betriebenen Fachportal mittelherkunftsnachweis.de widme ich mich vertieft den rechtlichen und praktischen Fragen der Vermögensherkunft.

Wenn Ihr BISON-Konto wegen eines vermuteten Geldwäscheverdachts gesperrt ist, ein Herkunftsnachweis verlangt wird oder Sie nicht mehr über Ihre Bitcoin verfügen können, können Sie mir Ihren Sachverhalt online oder per E-Mail für eine kostenfreie Ersteinschätzung schildern. Als Anwalt für Mittelherkunftsnachweise und Geldwäscherecht prüfe ich, welche Handlungsmöglichkeiten in Ihrem konkreten Fall bestehen.